Straßennamen

Hamburg hat nicht nur viele Straßen, sondern diese haben alle einen Namen. Aber was bedeuten diese Namen bzw. wo kommen diese her?

Die Bezeichnung Straße selbst, kommt kommt von dem althochdeutschem Wort straza. Dieses Wort hat seinen Ursprung im lateinischen Wort strata, was so viel bedeutet wie gepflasterter Weg, der Orte verbindet.

Wir haben hier einige der Hamburgs bekanntesten Straßennamen, Plätze und Brücken mal aufgelistet und dazu die jeweilige Bedeutung oder Herkunft.

Die längste Straße in Hamburg ist mit 12,8 Km Länge die Bergedorfer Straße. Mit einer Länge von nur 60 Metern ist die Herbertstraße auf St. Pauli die kürzeste Straße in Hamburg. Insgesamt gibt es in Hamburg über 8600 benannte Straßen, die zusammen eine Länge von über 3.900 Km ergeben. Hamburgs berühmteste Straße ist natürlich die Reeperbahn. Als archäologisch nachweisbar älteste Straße in Hamburg gilt die Steinstraße.  Mit 792 die höchste Hausnummer findet man an der Fuhlsbüttler Straße. 

A

ABC-Straße

Sie wurde im 17. Jahrhundert nach der Bezeichnung der an der Südseite liegenden Häusern benannt. Diese waren nach dem Alphabet bezeichnet worden.

Adolphsbrücke

Diese Brücke bekam ihren Namen 1843 und sie überbrückt das Alsterfleet am Adolphsplatz. 

Adolphsplatz

Diesen Platz gibt es seit 1807 und hieß ursprünglich Maria-Magdalenen-Kirchhof, nach dem sich dort befundenen gleichnamigen Kloster. Schon 14 Jahre später (1821) wurde dieser Platz nach Adolf IV in den Adolphsplatz umbenannt. Adolf IV war 1225-1238 Edler Herr von Schauenburg, sowie auch 1227-1238 war er der Graf von Holstein und Stormarn. 

Alsterkrugchaussee

Dieser Straßenname entstand 1830 im Volksmund, anstelle der Kieler Landstraße nachdem diese durch eine Chaussee bis zu dem Lokal Alsterkug erweitert wurde.

Alstertor

Diese Straße wurde 1842 nach einem Wassertor benannt, welches zur ältesten Stadtbefestigung gehörte. Eine der ersten Erwähnungen gab es 1346 Beim Alstertor. 1726 wurde das Wassertor abgerissen.

Alte Wöhr

Diese Straße wurde 1922 nach einer Flurbezeichnung benannt. Wöhr ist Wart oder Wurt und bezeichnet  eine erhöhte Stelle.

Altenwallbrücke

Früher war es die Schliekuutsbrücke oder Heiligen-Geist-Brücke und überquert den Mönkedammfleet. Ihren heutigen Namen bekam diese Brücke 1843 in Anlehnung an die Straße Alter Wall.

Alter Fischmarkt

Nicht zu verwechseln mit dem Altonaer Fischmarkt. Es ist auch kein Platz, sondern eine Straße in der Innenstadt. Sie bekam ihren Namen 1949 nach dem Standort des ersten Marktes und der ältesten Hafenanlage Hamburgs.

Alter Wall

Diese Straße bekam ihren Namen 1843 nach dem hier um 1480 angelegtem Stadtwall.

Alte Wöhr

Wöhr ist die mittelniederdeutsche Nebenform des Wortes „Wart“ oder „Wurt“. Dies beschrieb als Flurnamen eine erhöhte Stelle. 1922 bekam die Straße ihren offiziellen Namen. Früher befand sich hier das Dorf Hartzloh.

Altländer Straße

Diese Straße bekam ihren Namen 1936 nach den Altländer Bauern, die hier auf einen Markt ihre Waren anboten.

Altstädter Straße

Diese Straße gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert. Ihr ursprünglicher Name war Altstädter Neustraße und wurde 1899 in Alstädter Straße geändert.

Altstädter Twiete

In Anlehnung an die Alstädter Straße bekam die Altstädter Twiete 1937 ihren Namen.

Am Diebsteich

1950 wurde diese Straße nach dem Flurnamen benannt. Der Diebsteich befand sich in einem moorigen Gebiet, nahe einer Richtstätte und Galgen.

An der Kunsthalle

1985 wurde dieser Fußweg oberhalb des Glockengießerwalls benannt.

B

Ballindamm

Diese Straße wurde 1842 aus Brandschutt als Alsterdamm angelegt. Den Namen Ballindamm bekam die Straße 1947 nach dem Hamburger Reeder Albert Ballin (1857-1918). Er war einer der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten zur Zeit des deutschen Kaiserreiches.

Barkhof

Es ist ein Fußweg, der 1909 seinen Namen nach der Familie von dem Berge bekam. Diese Familie besaß hier Grundbesitz und stellte im 13. und im 14. Jahrhundert Bürgermeister und Ratsherren.

Bebelallee

Den Namen bekam diese Straße 1945 und wurde nach dem SPD Politiker und Publizist August Bebel (1840-1913) benannt.

Bei dem Neuen Krahn

Den Namen bekam diese Straße im 18. Jahrhundert nach einem 1567 errichteten hölzernen Kran, der hier stand und 1676 abgebrannt war.

Bei den Mühren

Im 13. Jahrhundert bekam diese Straße ihren Namen nach einer alten Stadtmauer. Die Bezeichnung Mühren bedeutet im Altdeutschen Mauer.

Bei der alten Börse

Dieser Fußweg bekam 1843 seinen Namen nach einer Börse, die hier 1558 errichtet wurde und 1842 abbrannte.

Bei der Petrikirche

Auch dieser Fußweg bekam 1843 seinen Namen. Er befindet sich an der Sankt-Petri-Kirche. Diese gehört zu den fünf Hamburger Hauptkirchen und sie ist Hamburgs älteste Pfarrkirche. Ihren Namen bekam diese Kirche nach dem Apostel Petrus.

Bei St. Annen

Zur Erinnerung an die 1869 abgerissene St. Annenkapelle wurde diese Straße noch im selben Jahr nach ihr benannt.

Beim Alten Waisenhause

Ca. 1785 bekam diese Straße ihren Namen nach dem hier 1600 erbautem ältesten Waisenhaus Hamburgs.

Behrmannplatz

Der Behrmannplatz wurde 1948 nach einer alteigesessenen Bauernfamilie Behrmann benannt, die zahlreiche Vögte stellte.

Bei der Lutherbuche

1950 wurde diese Straße nach einer Buche benannt, die seit langem dort vor dem Pastoratb stehr.

Beim Opferstein

Diese Straße wurde 1952 nach den noch 1800 vorhandenen Resten eines germanischen Opfersteines benannt.

Beim Schlump

Schlump ist eigentlich nur die altdeutsche Bezeichnung für ein matschiges oder sumpfiges Gebiet. Hier gab es also einen sehr schlammigen Bereich.

Bellevue

Belle vue ist französisch und bedeutet „schöne Aussicht“. Die Straße wurde 1866 nach seiner Lage mit dem Blick auf die Alster benannt

Bergstraße

In der Hamburger Altstadt war der Berg ein zentraler Platz. Dieser existierte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Dieser wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Der Berg diente in dieser Stadt nicht nur als erster Markplatz, sondern auch als Versammlungsort und Gerichtsstätte. Den Namen Bergstraße erhielt die Straße 1838 und hieß bis dahin Hinter St. Peter.

Binnenhafenbrücke

Diese Brücke erhielt ihren Namen 1964 und führt über den Binnenhafen.

Bohnenstraße

Der eigentliche Ursprung des Namens ist nicht bekannt. Bis 1968 existierte die Straße mit dem gleichen Namen. Sie gab es dann nicht mehr, denn sie wurde damals bebaut. Nach einer Neubebauung wurde diese Straße 2022 wieder angelegt.

Börsenbrücke

Diese Straße war ursprünglich eine Brücke die über das Bäckerstraßenfleet führte und bekam ihren Namen 1843 nach der Lage der neuen Börse. Das Bäckerstraßenfleet wurde 1880 zugeschüttet und aus der Brücke wurde eine Straße.

Borgweg

Diese Straße wurde bereits 1770 auf den Flurkarten als „Neben dem Borgweg“ bezeichnet. Ihren heutigen Namen bekam sie 1863. Der Ursprung des Namens liegt wahrscheinlich in Bergweg oder Bargweg. Damit war der Weg zum Heidberg gemeint.

Brandsende

Zwischen dem 5. Mai und dem 8. Mai 1842 gab es in Hamburg einen großen Stadtbrand, der große Teile der Altstadt zerstörte. In der Hamburger Geschichte wird bei diesem auch nur vom Großen Brand gesprochen. Ein Jahr (1843) später wurde die Straße, an der der Brand gestoppt werden konnte, zur Erinnerung angelegt.

Brandstwiete

Diese Straße hat keinen Bezug zum  Hamburger Brand. Diese Straße wurde 1403 erstmals erwähnt und wurde bis 1869 nach den jeweiligen Eigentümern benannt. Die letzte Umbenennung fand 1869 statt. Damals hieß der Grundeigentümer Brand.

Brodschrangen

Es ist ein kleiner Fußweg, der seinen Namen schon im 13. Jahrhundert bekam. Er wurde nach den Verkaufsstellen (den Schrangen) für Brot benannt.

Brooksbrücke

1870 wurde diese Brücke nach dem Wegenamen „Brook“ benannt, zu dem diese Brücke damals führte. Heute führt sie über Binnenhafen bzw. Zollkanal.

Buceriusstraße

Diese Straße wurde 2006 nach dem Juristen, Verleger und Politiker Gerd Bucerius (1906-1995) benannt. Gerd Bucerius war auch Ehrenbürger Hamburgs.

Bugenhagenstraße

Johannes Bugenhagen war ein deutscher Reformator und Weggefährte von Martin Luther. Er lebte von 1485 bis 1558. Im Jahr 1909 wurde diese Straße nach ihm benannt.

Bundesstraße

1867 schuf Bismarck ein Bündnis zwischen 17 norddeutschen Staaten. 1870 wurde zur Erinnerung an das Norddeutschen Bundes diese Straße benannt. An ihr wurden für dies Bündnis auch einige Kasernen gebaut.

Burchardplatz

Johann Heinrich Burchard lebte von 1852 bis 1912. Er war Rechtsanwalt und erster Bürgermeister Hamburgs. Ihm zu ehren bekam dieser Platz 1916 seinen Namen.

Burchardstraße

Neben dem Burchardplatz wurde 1916  auch diese Straße nach Johann Heinrich Burchard benannt.

C

Carl-Cohn-Straße

Diese Straße wurde 1929 und wieder ab 1948 nach Carl Cohn (1857-1931) benannt. Er war ein Überseekaufmann und Hamburger Senator.
In der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1948 hieß sie Mackensenstraße nach dem preußischen Generalfeldmarschall August von Mackensen (1849-1945).

Cremon

Die Straße bekam ihren Namen ca. 1281. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Die einen vermuten die Namensherkunft von den Grundeigentümern, de Cremun oder de Cremon. Andere gehen von der gekrümmten Lage der Straße aus. Sie sehen die Namensherkunft in Krummohn, was so viel wie krummer Mond bedeutet.

Curienstraße

Die Straße wurde 1840 nach den dort ansässigen Domkurieren benannt.

D

Dammtorstraße

Im 18. Jahrhundert war es die Straße, die zum Dammtor führte.

Dammtorwall

Um 18oo war es die Straße, die hinter dem Stadtwall vom Dammtor aus führte.

Davidstraße

Durch die berühmte Polizeistation Davids-Wache hat diese Straße, die von der Reeperbahn abgeht, Weltruhm erlangt. Als die Außenbereiche der Stadt schnell wuchsen, mussten viele neue Straßennamen gefunden werden. Man kam auf die Idee männliche und später auch weibliche Vornamen nach dem Alphabet zu verwenden. Als das D dran war, bekam diese Straße 1928 ihren Namen.

Dehnhaide

Die Straße wurde 1899 nach einem hier anhaftenden Flurnamen benannt. Sie wurde früher „An der Dänn Haide“ bezeichnet. „Denne“ oder „Dänn“ ist niederdeutsch und bedeutet Niederung.

Deichstraße

Die Straße wurde 1304 nach dem damals hier gelegenen Deich bezeichnet. In der Nacht vom 4. Mai zum 5. Mai brach 1842 hier der große Hamburger Brand aus.

Deichtorplatz

Dieser Platz wurde 1936 nach dem hier gelegenen Deichtor benannt.

Deichtorstraße

Diese Straße bekam ihren Namen 1852 und wurde auch, wie der Deichtorplatz, nach dem hier gelegenen Deichtor benannt.

Deichtortunnel

Dieser Tunnel führt unter dem Deichtorplatz hindurch. Er wurde 1966 erbaut um den Verkehr in der City zu beschleunigen.

Depenau

Diese Straße wurde 1326 nach einem alten Flurnamen benannt. Norddeutsch deep bedeutet tief. Der Name heißt also genau übersetzt „tiefe Aue“.

Domstraße

Diese Straße wurde 1957 nach dem mal dort gelegenen Dom benannt. Dieser Dom wurde Anfang des 19. Jahrhundert abgerissen.

Dornbusch

Anfang des 18. Jahrhundert bekam diese Straße ihren Namen nach einem dort gelegenen Wirtshaus. An diesem Wirtshaus hing ein Weinkranz, der von den Bürgern als Dornbusch bezeichnet wurde.

Dorotheenstraße

Diese Straße wurde 1863 nach der Mutter des Grundbesitzers Adolph Sierich, Anna Dorothea Sierich benannt.

Dovenfleet

Diese Straße verlief Anfang des 17. Jahrhundert und wurde nach diesem Fleet benannt,  der ohne Zu- und Abfluss war. Norddeutsch dof oder dov bedeutet taub bzw. leer.

Drehbahn

Diese Straße wurde schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert nach den hier zur Seilherstellung angelegten Reeperbahnen benannt. Hier wurde das Tauwerk für Schiffe und den Hafen gedreht.

E

Elbchaussee

Bis die Anwohner Ende der 1820er Jahre einen Wegbauverein gründeten, war die Elbchaussee nur ein sandiger Fahrweg. Dieser wurde nun vom Verein zu einer schmalen Chaussee ausgebaut. Dazu erhielt der Wegbauverein eine staatliche Konzession, die es ihm erlaubte, an Sonn- und Feiertagen bei allen Benutzern, außer den Fußgängern, ein Wegegeld zu kassieren. Dafür wurden einige Schlagbäume (Schranken) errichtet. Heute nachweislich gab es einen auf der Höhe des Hohenzollernring, einer an der Schlagbaumtwiete und wahrscheinlich einer an der Holztwiete vor dem Jenischpark. Am 1. April 1890 wurden die Schlagbäume und der Wegezoll abgeschafft, als der östliche Teil der Elbchaussee von der Stadt Altona übernommen wurde.

Elebeken

Diese Straße wurde 1906 nach Magdalena Elebeke benannt. Sie war von 1670 bis 1701 Domina des St. Johannis-Klosters. Domina steht hier für Herrin oder Leiterin.

Ellenbogen

1821 wurde die Straßen nach ihrem Verlauf benannt, der durch seine geknickte Form einen Ellenbogen ähnelt. 

Eppendorfer Baum

Diese Straße wurde 1884 nach einem Schlagbaum benannt, der hier einmal stand. Hier mussten schwere Fuhrwerke eine Abgabe entrichten, um passieren zu dürfen. Die Straße führte durch das sumpfige Gebiet der Isebek. Für einen befahrbaren und guten Zustand der Straße waren die Dörfer Eppendorf, Winterhude, Groß-Borstel und Ohlsdorf zuständig. Die Schranke mit dem Gebührenhäuschen stand dort, wo heute die Eppendorfer Landstraße beginnt.
Das Gebührenhäuschen wurde erst um die Jahrhundertwende wieder abgebaut, als die Straße ausgebaut wurde.

Eppendorfer Landstraße

Diese Straße bekam 1864 ihren offiziellen Namen. Es war die Landstraße, die zu dem Dorf Eppendorf führte.

Eppendorfer Marktplatz

1864 hieß der Platz in Eppendorf nach seiner Funktion einfach nur Marktplatz. Erst 1932 wurde er in Eppendorfer Marktplatz umbenannt.

Erikastraße

Diese Straße wurde 1885 nach dem Heidekraut benannt.

Ernst-Merck-Brücke

Diese Brücke befindet sich an der Südseite von dem Stadtteil St. Georg. Sie wurde 1902 nach dem deutschen Unternehmer und Politiker Ernst Merck (1811-1863) benannt.

Ernst-Merck-Straße

Diese Straße wurde 1914 nach dem deutschen Unternehmer und Politiker Ernst Merck (1811-1863) benannt.

F

Feldstraße

Diese Straße wurde 1841 nach dem südlich davon angrenzenden Heiligen Geistfeld benannt.

Ferdinandstor

Diese Straße wurde schon 1843 nach Ferdinand III. benannt. Er lebte 1608 bis 1657 und kam aus dem Hause Habsburg. Vom 15. Februar 1637 bis zu seinem Tode 1657 war er römisch-deutscher Kaiser. Außerdem war er bereits seit 1625 bzw. 1627 König von Ungarn, Kroatien und Böhmen.

Ferdinandstraße

Diese Straße wurde um 1842 nach Ferdinand III. benannt, so wie auch ein Jahr später das Ferdinandstor.

Fernsicht

Es ist ein 1891 frei gewählter Name aufgrund der guten Sicht auf die Außenalster.

Fischertwiete

1916 wurde diese Straße nach den im 14. Jahrhundert dort ansässigen Fischern benannt.

Forstmannstraße

Sie wurde 1907 nach dem Architekten Franz Gustav Joachim Forstmann (1795-1878) benannt.

G

Gänsemarkt

Schon 1373 wurde das Gelänge vom Rat der Stadt (welches heute der Senat ist) für eine Erbpacht in Höhe von 2½ Mark vom Domkapitel und vier Schillinge an den Erzbischof in Bremen gepachtet. Das Gelände wurde jedoch erst nach 1600 bebaut. 1616 bis 1625 wurden hier zum Schutz der Stadt die Wallanlagen gebaut. Zum Baubeginn wurde auf dem Gelänge ein Kalkhof angelegt. Hier wurde der Segeberger Kalk gelagert, der für den Bau notwendig war. 

Seit 1709 wird der Platz Gänsemarkt genannt. Der genaue Ursprung des Namens ist nicht bekannt. Der Platz hatte damals nie Marktrechte bekommen. Eine Theorie zu dem Namen besagt, das von hier aus die Gänse tagsüber vor das Dammtor auf die Weiden getrieben wurden. Eine andere Theorie führt den Namen auf den anliegenden Grundstücksbesitzer Ambrosius Gosen zurück. Das Plattdeutsche Wort Gos oder Goos bedeutet Gans.

Gärtnerstraße

Die Straße wurde 1864 nach den Anliegern benannt, die damals überwiegend aus Gärtnern bestand.

Gasstraße

Diese Straße wurde 1895 nach der ehemalig hier liegenden Gasanstalt benannt.

Gaußstraße

Diese Straße wurde 1950 nach dem Mathematiker und Physiker Professor Karl Friedrich Gauß benannt, der von 1777 bis 1855 lebte.

Georgsplatz

Dieser Platz wurde 1843 nach der damaligen Vorstadt St. Georg und der dortigen St. Georgs Kirche benannt.

Gerhard-Hauptmann-Platz

Gerhart Hauptmann (1862-1946) war ein deutscher Dichter, Dramatiker und Schriftsteller. Er galt als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des Naturalismus und hat aber auch andere Stilrichtungen in seine Werke integriert. 1912 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Nach ihm wurde in seinem Todesjahr 1946 der Platz benannt. Dieser Platz war seit 1266 als ein Pferdemarkt bekannt.

Gertigstraße

Sie wurde 1887 nach der Familie Gertig benannt, die neben der Familie Sierich in Winterhude sehr viel Grundeigentum hatte.

Gertrudenkirchhof

Der Name wurde im 18. Jahrhundert nach der Patronin der St. Gertruden Kapelle gewählt. Diese Kapelle brannte 1842 ab. 

Gertrudenstraße

1843 bekam diese Straße ihren Namen. Es war ein Jahr nachdem die St. Gertruden Kapelle abgebrannt war.

Glockengießerwall

Der Glockengießerwall war ursprünglich ein Teil des Stadtwalls von Hamburg. 1843 bekam diese Straße ihren Namen nach einer in der Spitalerstraße gelegenen Geschütz- und Glockengießerei.

Görttwiete

Nach dem Bau der heutigen Willy-Brandt-Straße besteht die Görttwiete nur noch aus einem kurzen Bürgersteig und wenigen Häusern. Diese Twiete wurde 1357 nach den dort ansässigen Grützmachern benannt. Gört ist das norddeutsche Wort für Grütze.

Goldbekplatz

Er wurde 1902 nach seiner Lage am Goldbekkanal benannt.

Grandweg

Diesen Namen  erhielt diese Straße vor 1938 nach seinem ursprünglichen Belag.

Graskeller

Diesen Namen bekam die Straße schon Mitte des 18. Jahrhundert. Sie wurde nach einem Keller benannt, in dem Gras verkauft wurde.

Graskellerbrücke

So wurde 1843 die Brücke benannt, die über das Alsterfleet zum Graskeller führte.

Grelckstraße

Die Straße wurde 1948 nach Hans Grelck benannt, der um 1590 der erste namentlich bekanntgewordener Vogt in Niendorf war.

Grimm

Die Bezeichnung dieser Straße führt auf 1248 zurück. Ursprünglich war der Grimm eine im 13. Jahrhundert besiedelte Insel im Stadtgebiet. Die Herkunft des Straßennamen ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt hierzu drei Möglichkeiten:

Zum einen könnte es die Ableitung vom Namen eines Fischers sein, der Grimmake hieß.
Möglicherweise ist es aber auch nur die Bezeichnung von „wild“ und „unwirtlich“.
Letztlich könnte das Wort „grimm“ aber auch von „krumm“ abgeleitet worden sein. Damit meinte man einen Arm der Alster, der sehr krumm floss.

Grindelberg

Die Straße wurde 1858 so benannt. Grindel bedeutet „Wald“. Es ist also eine Straße die ursprünglich durch einen Wald führte.

Große Bäckerstraße

So wurde die Straße schon um 1260 benannt, nach dem dort ansässigen Gewerbe.

Große Bleichen

Hinter dem Damm am Jungfernstieg gab es große Wiesen. Damit die Hemden der Kaufleute und Bürger in einem schönen Weiß strahlten, wurden sie auf die Wiese gelegt. Die Wäsche wurde in der Sonne gebleicht.

Grosse Freiheit

Den amtlichen Namen „Grosse Freiheit“ hat diese Straße bereits seit dem 17. Jahrhundert. Graf Ernst von Schauenburg stellte 1601 ein Privileg aus, in Altona eine besondere Wirtschaftszone einzurichten, in der dort ansässige, unzünftige Handwerker, Händler und Glaubensgemeinschaften eine Religions- und Gewerbefreiheit genossen. Diese besondere Wirtschaftszone wurde später unter dem Namen Freiheit bekannt.

Große Johannisstraße

Schon Mitte des 13. Jahrhundert wurde diese Straße nach dem sich dort befindlichen Johanniskloster benannt.

Großer Burstah

Nach 1450 wurde diese Straße Großer Burstah genannt. Das norddeutsche Wort „Bur“ bedeutet Bürger oder Bauer und das Wort „Stah“ heißt übersetzt Gestade oder Ufer. Der Große Burstah bedeutet übersetzt also Bürgerufer oder Bürgergestade.

Große Reichenstraße

Im 13. Jahrhundert wurde die Straße vom Volksmund so benannt, da dort der Wohnsitz von den Bürgern lag, die sich ein Haus aus Stein leisten konnten. Diese waren also „steinreich“.

H

Habichtstraße

19149 und 1929 erhielt die Straße ihren Namen nach den hier zahlreich vorkommenden Habichten. Sie wurden von einer naheliegenden Abdeckerei mit Assfutter versorgt.

Hagenbeckstraße

1949 erhielt die Straße ihren Namen nach Carl Hagenbeck (1844-1913). Carl Hagenbeck war ein deutscher Tierhändler, richtete Völkerschauen aus und war Zoodirektor. Mit seiner Erfindung der naturalistischen Freigehege revolutionierte er weltweit die Zooarchitektur.

Hahntrapp

Der Name stammt aus dem 17. Jahrhundert, wobei die Herkunft des Namens nicht eindeutig geklärt ist. Er könnte sich auch den norddeutschen Bezeichnungen „han“, welches „hoch“ bedeutet und „Trapp“ für „Treppe“ zusammensetzen. Es könnte also eine „hohe Treppe“ gewesen sein, die zu einem Staudamm führte.
Aber auch eine Herleitung des Namens zu den Geflügelhändlern wäre möglich. Dabei würde man „Trapp“ dann als „Spur“ deuten. Die weißen Spuren, die die Hinterlassenschaften von Vögel zurück lassen. 
Für andere deutet der Straßenname aber auch auf flämische Tuchwirker, den „Handdrapper“ hin. 
Einige verbinden aber auch den Straßennamen mit der Kürze der Straße. Sie ist nur ein „Hahnentritt“ lang.

Hammerbrookstraße

Erstmals wurde der Hammerbrook 1286 erwähnt. Zusammen mit anderen Gebieten wurde der Hammerbrook 1383 durch den Graf von Holstein an Hamburg verkauft. Die Straße durchschnitt den Hammerbrook, der durch die Entwässerung entstand. Die Bebauung der Straße gehörte zur Vorstadt von St. Georg. Dadurch entwickelte sich die Straße zu einer Hauptstraße, die 1842 ihren heutigen Namen bekam.

Heckscherstraße

Die Straße wurde 1948 nach Dr. Johann Gustav Wilhelm Moritz Heckscher benannt. Der gebürtige Hamburger wurde am 26. Dezember 1797 geboren. Er war später in Hamburg ein liberaler Abgeordneter, der zusammen mit Ernst Merck und Edgar Ross bei der Nationalversammlung in Frankfurt die Interessen von Hamburg vertraten. Die 3 Herren waren erstmalig von allen Hamburgern in einer demokratischen Wahl gewählt worden. Frauen waren nach wie vor von der Wahl ausgeschlossen gewesen. Dr. Heckscher war ab 1853 hamburgischer Ministerialresident in Wien, wo er am 7. April 1865 auch verstarb.

Heiligengeistbrücke

Es ist eine Brücke über das Alsterfleet. Es war damals der Weg zum Hospital zum Heiligen Geist. Die Brücke bekam 1885 offiziell ihren Namen.

Heiligengeistfeld

Der Name bezieht sich aus das Hospital zum Heiligen Geist. Dies befand sich nahe des Rödingsmarkt und hatte einige Ländereien. Hierzu gehörte u.a. auch das Heiligegeistfeld. Erstmals tauchte der Name schon 1497 auf.

Hellbrookstraße

Sie wurde 1899 nach der im Nordosten von Barmbek gelegenen Siedlung Hellbrook benannt.

Henry-Budge-Straße

Sie wurde 1945 nach dem US-amerikanischen Geschäftsmann Henry Budge (1840-1928) benannt. Er lebte ab 1903 in Hamburg und vermachte sein Vermögen der Stadt Hamburg für wohltätige Zwecke.

Herbertstraße

Die Herbertstraße ist keine normale Durchgangsstraße, sondern eine geschlossene Bordellstraße. Jugendlichen unter 18 Jahren und Frauen, ist der Durchgang untersagt. An beiden Enden der Straße ist sogar der Einblick durch große Stahltore verwehrt.
Früher hieß die Straße Heinrichstraße. Als die Außenbereiche der Stadt schnell wuchsen, mussten viele neue Straßennamen gefunden werden. Man kam auf die Idee männliche und später auch weibliche Vornamen nach dem Alphabet zu verwenden. Als das H dran war, bekam diese Straße 1922 ihren heutigen Namen.

Hermannstraße

Den Namen bekam die Straße 1843. Ob er von dem Cheruskerfürst Hermann der Cherusker (um 17 vor Chr. bis 21 nach Chr.) abgeleitet wurde oder der Name nach dem Ratsherrn Hermann Rentzel gewählt wurde, ist genau bekannt.

Herrlichkeit

1949 bekam diese Straße ihren Namen nach den dort angelegten Gärten. Diese wurden als „Herrlichkeit“ bezeichnet und waren ein Anlaufpunkt vieler Hamburger.

Himmelsleiter

Eine schon seit 1874 volkstümlich gebräuchliche Bezeichnung für die steile Treppe, die vom Elbstrand zur Elbchaussee hoch führt. 1928 wurde der Name offiziell übernommen.

Hinter der Markthalle

Die Straße wurde 1846 nach den sich dort seinerzeit befindlichen Markthallen benannt.

Hohe Brücke

Es war im 13. Jahrhundert eine Brücke die höher als üblich gebaut wurde, um auch größeren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Ihr Name geht auch auf das 13. Jahrhundert zurück.

Hoheluftbrücke

Sie wurde 1904 so benannt und ist der Übergang zwischen den Stadtteilen Grindel und Hoheluft.

Hoheluftchaussee

Die Hoheluftchaussee bekam ihren Namen 1864. Sie führte durch die Niederung der Isebek zu einer Anhöhe.

Holstenglacis

Eine Erdaufschüttung vor einem Festungswall wurde angelegt um keinen toten Winkel zu haben und um ein besseres Schussfeld für die Stadtverteidigung zu bekommen. So eine Aufschüttung war ein Glacis. Die Straße wurde 1893 nach dem Glacis vor dem Holstentor benannt.

Holstenstraße

Die Straße wurde 1846 nach dem Volksstamm der Holsten oder Holsaten bzw. Waldsassen benannt.

Holzbrücke

Sie wurde 1266 nach ihrem ursprünglichen Baumaterial benannt. 1842 brannte diese ab und wurde danach aus Stein wieder neu aufgebaut.

Hopfenmarkt

Es ist der zweitälteste Markt in Hamburg. 1346 wurde er nach dem dort stattgefundenen Handel mit Hopfen benannt.

Hopfensack

Im 17. Jahrhundert standen dort die Buden in denen die Hopfensäcke eingelagert wurden.

Hühnerposten

Im 17. Jahrhundert war die Straße unter dem Namen „Bei dem Hühnerposten“ bekannt. Die Kürzung des Namens auf nur Hühnerposten fand 1899 statt. Es soll sich um einen weit vorgeschobenen Wachposten der Stadtgarnison gehandelt haben, der bei den Soldaten unbeliebt gewesen war und daher nur als Hühnerposten bezeichnet wurde.

Hufnerstraße

Es war eine Hauptstraße im alten Dorf Barmbek. Hier lagen die Hofstellen der Hufner. Hufe war eine alte Größenbezeichnung für eine Fläche. Ein Hufner war ein Bauer, der einen oder mehrere Teile einer Hufe bewirtschaftete. Die Straße bekam 1862 ihren Namen.

I

Ida-Ehre-Platz

Früher war es der südliche Teil des Gerd-Hauptmann-Platzes. 2000 bekam er einen eigenen Namen. Er wurde nach der deutsch-österreichischen Schauspielerin und Regisseurin Ida Ehre (1900-1989) benannt. Sie war auch eine langjährige Leiterin der Hamburger Kammerspiele und Ehrenbürgerin Hamburgs.

Inge-Stolten-Weg

Dieser Fußweg im nordwestlichen Teil in St. Georg bekam 2022 seinen Namen. Er wurde nach der Schauspielerin, Schriftstellerin, Journalistin und Politikerin Inge Stolten (1921-1993) benannt.

Innocentiastraße

Die Gattin von Adolph IV. Graf von Schauenburg und Holstein erbaute 1247 hier ein Zisterzienserkloster. Dies wurde vom Papst Innozenz IV. bestätigt und wurde dem heiligen Benedict geweiht.
Der Sage nach verstieß eine Nonne im Kloster Harvestehude gegen das Keuschheitsgebot und wurde daher zum Tode verurteilt. Sie verlangte bei ihrer Hinrichtung das im Innocentiapark ein Baum gepflanzt werden sollte. Dieser sollte später ihre Unschuld beweisen, indem er nicht weiter wachsen sollte. Der Sage nach wuchs der Baum nicht weiter und ging ein.
1870 bekam die Straße offiziell ihren Namen.

J

Jahnring

Diese Straße wurde 1934 nach dem Schöpfer der deutschen Turnbewegung, dem Turnvater Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) benannt.

Jakobikirchhof

Den Namen hat er seit 1268 wegen seiner Lage an der Hauptkirche St. Jacobi.

Jarrestraße

Sie wurde 1892 nach dem Hamburger Bürgermeister Nicolaus Jarre (1603-1678) benannt.

Johanniswall

Der Name wurde offiziell 1922 nach dem nahegelegenen St. Johannis-Kloster vergeben.

Jungfernbrücke

Die Jungfernbrücke hat ihren Namen seit 1888 und überquert den Zollkanal. 

Jungfernstieg

Der Jungfernstieg war um 1680 nur ein breiter Damm, um den Fluss Alster aufzustauen. Er hieß damals Reesendamm. Um diesen etwas attraktiver zu gestalten, pflanzte die Stadt im 17. Jahrhundert Bäume drum herum. Die „feine Gesellschaft“ nutzte diesen Damm nun als Ausflugsziel und führten ihre schönen und unverheirateten Töchter dort aus. Schnell wurde dies eine Art Heiratsmarkt für die „Jungfern“. Es war also eine Art Paarship des 17. Jahrhundert. Ob sich nun alle 11 Minuten dort jemand verliebte, ist leider nicht bekannt. Der Name Jungfernstieg wurde vom Volksmund geprägt…

Übrigens: Der Jungfernstieg war 1838 die erste asphaltierte Straße in Deutschland.

K

Kajen

Das Wort „Kai“ ist ursprünglich ein befestigter Deich, an dem Schiffe anlegen konnten. Die Straße Kajen gibt es schon seit 1562.

Katharinenbrücke

Die Katharinenbrücke wurde 1269 nach Katharina von Alexandrien, der Schutzparonin der nahegelegenen Hauptkirche St. Katharinen benannt.

Katharinenfleet

Die Straße Katharinenfleet folgt dem Verlauf des ehemaligen Fleets gleichen Namens und bekam 1960 ihren Namen.

Katharinenkirchhof

Der Katharinenkirchhof ist kein Platz, sondern eine Straße, die vor der Katharinenkirche verläuft. Sie bekam ihren Namen schon im 15. Jahrhundert.

Katharinenstraße

Eine Straße an der Katharinenkirche, die schon 1353 ihren Namen bekam.

Kattrepel

Der Ursprung des Namens, den diese Straße 1278 bekam, ist ungeklärt. Eine mögliche Bedeutung wäre ein Platz, an dem sich Katzen raufen. Die niederdeutschen Silben Katt und repeln heißen übersetzt Katze und raufen.

Kattrepelsbrücke

Die Brücke bekam ihren Namen 1564 und überquert das ehemalige Reichenstraßenfleet.

Kellerbleek

Die Straße wurde 1948 nach den Begriffen „Keller“ für Hünengräber und „Bleek“ für ein freies, ebenes Stück Land benannt.

Kellinghusenstraße

Die Straße wurde 1901  zu Ehren des Bürgermeisters Dr. Heinrich Kellinghusen (1796-1879) benannt. 1831 wurde er in den Rat gewählt und 1842 wurde er Bürgermeister. Als die Verfassung eingeführt wurde, trat er zurück. 1860 bis 1876 wurde er Präsident des Oberlandesgericht. Er hatte ein Stadthaus am Neuen Wall und einen Landsitz in der heutigen Eppendorfer Landstraße.

Kennedybrücke

Diese Brücke hieß nach ihrer Erbauung Neue Lombardsbrücke und wurde am 30. April 1953 dem Verkehr übergeben. Sie wurde zur Entlastung der alten Lombardsbrücke vom Architekten Hernkes entworfen und in einer Bauzeit von weniger als einem Jahr gebaut. 
Ende 1963 wurde sie zu Ehren des am 22.11.1963 ermordeten Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy (1917-1963) umbenannt.

Kleine Johannisstraße

Es gibt die Kleine und die Große Johannisstraße. Beide wurden 1269 nach dem sich dort befindlichen Johanniskloster benannt. 

Kleiner Burstah

Der Kleine Burstah wurde 1270 so benannt. Das norddeutsche Wort „Bur“ bedeutet Bürger oder Bauer und das Wort „Stah“ heißt übersetzt Gestade oder Ufer. Der Kleine Burstah bedeutet übersetzt also kleines Bürgerufer oder kleines Bürgergestade.

Kleine Reichenstraße

Im 17. Jahrhundert wurde die Straße vom Volksmund so benannt, da dort der Wohnsitz von den Bürgern lag, die sich Steinhäuser leisten konnten.

Kleine Rosenstraße

Den Namen bekam diese Straße offiziell 1843. Sie wurde aber schon länger so genannt. Vermutlich ist der Name ironisch durch den Volksmund entstanden. In dieser Gegend befand sich eine Abdeckerei und ein Elendsfriedhof.

Klingberg

Ob diese Straße 1265 einfach nach einem Grundeigentümer benannt wurde, oder das altdeutsche Wort „Kling“ für „klingendes“ sprudelndes Wasser steht, ist unbekannt.

Klosterwall

Der Klosterwall ist ein Teil vom Hamburger Stadtwall gewesen. Seinen Namen erhielt er 1875 nach dem sich dort befindlichen St. Johannis-Kloster.

Knochenhauertwiete

Nachweislich wohnten hier schon im 13. Jahrhundert mehrere Schlachter. Damals war die Berufsbezeichnung noch Knochenhauer. 1939 bekam diese Straße offiziell ihren Namen.

Köhlbrandbrücke

Sie wurde 1974 eingeweiht und benannt nach dem sich darunter führenden Wasserverlauf. Zur Einweihung konnte man diese Brücke zu Fuß begehen, was über 100.000 Hamburger auch taten. Sie gilt als eine der schönsten Brücken Europas.

Königstraße

In dieser Straße wohnten schon einige Könige. 1864 bekam diese Straße ihren Namen. Wahrscheinlich nach dem König Friedrich III. von Dänemark. Es lebten hier aber auch noch andere Könige. Von 1718-1732 soll hier ein polnischer König gewohnt haben. Von 1751-1771 lebte Adolf Friedrich von Schweden hier in dieser Straße.

Kornhausbrücke

Sie überquert den Zollkanal und wurde 1886 nach dem Kornhaus benannt, welches hier zwischen 1660 und 1871 stand.

Kornhausbrücke

Sie überquert den Zollkanal und wurde 1886 nach dem Kornhaus benannt, welches hier zwischen 1660 und 1871 stand.

Kreuslerstraße

Es ist ein Fußweg neben der Petrikirche. Er wurde 1910 nach dem deutschen Theologe Adolf Kreusler (1824-1894) benannt. Adolf Kreusler war seit 1871 Hauptpastor der Hauptkirche St. Petri.

Kurze Mühren

Ihr Name stammt aus dem 16. Jahrhundert, nach einer alten Stadtmauer. Die Bezeichnung Mühren bedeutet im Altdeutschen Mauer.

L

Landwehr

Bereits im 14. Jahrhundert gab es vom Kuhmühlenteich bis zum Hammerbrook ein Festungswerk. Die Straße dort hieß „Hinter der Landwehr“ und wurde 1890 wurde der Name in „Landwehr“ gekürzt. Die Bebauung an den Straßen nach Norden, Westen, Süden und Osten war schon vor dem 30-jährigen Krieg sehr weit fortgeschritten. Diese Ansiedlungen wurden jedoch öfters man von Räubern oder anderen kriegerischen Überfällen heimgesucht. Um dieses in den Griff zu bekommen, wurde die Festungsanlage gebaut. Die Straßendurchgänge wurden bewacht und durch Schranken (Schlagbäume) abgesperrt. 
In der Zeit der Französischen Besetzung wurde die Landwehr mit seinen Durchgängen und der Befestigung wieder in die Befestigungsanlage der Stadt eingebunden.

Lange Mühren

1913 bekam diese Straße ihren Namen nach einer alten Stadtmauer. Die Bezeichnung Mühren befindet sich in mehreren Straßennamen und bedeutet im Altdeutschen Mauer.

Lange Reihe

Diese Straße wurde schon seit dem 17. Jahrhundert so benannt, weil die Bebauung nur einseitig war, als sie 1682 angelegt wurde. Es war eben eine lange Reihe von Bauten…

Laufgraben

Diese Straße wurde 1870 zur Erinnerung an die Belagerung von 1686 durch die Dänen benannt. Hier wurden zur Verteidigung Laufgräben bei der Sternschanze angelegt.

Lehmweg

1864 bekam er seinen Namen nach einem hier damals vorhandenes Lehmvorkommen. Der Lehmweg war auch ein Teil der ehemaligen großen Chaussee. Diese führte von Hamburg über den Grindel, den Dörfern Eppendorf und Langenhorn bis nach Ochsenzoll.

Leinpfad

1866 bekam diese Straße ihren Namen nach einem Pfad, an dem auf der Alster schwimmende Schuten mit Leinen flussaufwärts gezogen wurden. Das sogenannte Treideln war in Hamburg bereits im 15. Jahrhundert eine Aufgabe, die überwiegend von Frauen ausgeführt wurde.

Lilienstraße

Den Namen bekam diese Straße schon im 16. Jahrhundert. Vermutlich ist der Name ironisch durch den Volksmund entstanden, denn in dieser Gegend befand sich eine Abdeckerei und ein Elendsfriedhof.

Lombardsbrücke

Sie wurde 1894 nach einem hier gelegenen „Lombard“ (Leihhaus) genannt. Lombard war die Bezeichnung italienischer Kaufleute, die im Mittelalter Geld gegen Pfand verliehen.

Ludwig-Erhard-Straße

1963 wurde diese Straße als Ost-West-Straße eröffnet. 1991 wurde sie nach dem deutschen CDU-Politiker Ludwig Erhard (1897-1977) benannt. Ludwig Erhard war von 1963 bis 1966 Bundeskanzler. 2005 wurde ein Teil dieser Straße ab der Kreuzung Rödingsmarkt Richtung Osten in Willy-Brandt-Straße umbenannt.

M

Maria-Louisen-Straße

Maria Louise Sierich geborene Lembcke, war die erste Ehefrau vom Grundbesitzer Adolph Sierich. Nach ihr wurde 1863 diese Straße benannt.

Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke

Es ist eine Fußgängerbrücke über dem Alsterfleet. Sie wurde 2018 nach der Publizistin Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002) benannt. Marion Gräfin Dönhoff war Chefredakteurin und Mitherausgeberin der deutschen Wochenzeitung Die Zeit.

Martinistraße

Diese Straße wurde 1887 nach dem Oberarzt des Allgemeinen Krankenhaus Eppendorf , Dr. Erich Martini (1843-1880), benannt. Das Krankenhaus heißt heute Universitätsklinik Eppendorf (UKE).

Mattentwiete

Diese Twiete ist bereits ab 1299 als Salinghentwiete und ab 1352 auch als Haartwiete und Mattentwiete. Die Namensherkunft ist nicht ganz klar. Er könnte von den hier damals ansässigen Mattenflechtern abgeleitet worden sein, oder auch eine Ableitung von Maatstwiete sein, nach den Seeleuten die hier in hafennähe wohnten.

Max-Brauer-Allee

Sie wurde 1975 nach Max Brauer (1887-1973) benannt. Er wurde in Altona als Arbeiterkind geboren. Dadurch erlebte er in seiner Kindheit alle Probleme und sozialen Schwierigkeiten kennen. 1903 trat er in die SPD ein. 1919 wurde er zweiter Bürgermeister und Stadtkämmerer von Altona. Im Mai 1924 wurde er der erste sozialdemokratischer Oberbürgermeister von Altona. Unter diesem Amt förderte er den sozialen Wohnungsbau, errichtete eine Reihe von Schulen und ließ Parks anlegen. Er setzte sich auch für die Eingemeindung der reichen Elbvororte ein. Auch arrangierte er sich für die Hafengemeinschaft des preußischen Altona mit der Stadt Hamburg. 
Als die nationalsozialistische Ära begann, emigrierte er 1933 in die USA. Als „Volksverräter“ wurde er 1934 aus der „deutschen Volksgemeinschaft“ ausgebürgert. Nach dem zweiten Weltkrieg kehrte er nach Deutschland zurück und wurde 1946 bis 1953 Erster Bürgermeister von Hamburg.

Meßberg

Diese Straße gab es bereits im 16. Jahrhundert. Ihren heutigen offiziellen Namen bekam sie 1916.  Eigentlich ist es auch keine richtige Straße, sondern nur eine sehr verkehrsreiche Kreuzung. 
Für die Namensherkunft gibt es zwei mögliche Deutungen:
Das niederdeutsche Wort „Meß“ bedeutet übersetzt „Mist“ oder „Misthaufen“. Dies könnte also ein Abfallplatz gewesen sein. Bei der zweiten Deutungsmöglichkeit verbindet man das Wort Meß mit messen. Es könnte also auch ein Platz gewesen sein, an dem Korn gemessen wurde.

Milchstraße

1858 bekam diese Straße offiziell ihren Namen, nachdem sie schon lange im Volksmund so genannt wurde. Wahrscheinlich weil damals dort viele Milchhändler ansässig waren.

Mittelweg

Es gab zuvor mehrere Bezeichnungen für diese Straße. Mittelster Fahrweg nach Winterhude, Mittelster Harvesterhuder Weg oder Mittelweg der Chaussee nach Harvesterhude. Zur Vereinfachung erhielt die Straße 1858 den Namen Mittelweg. 
Eine weitere Vermutung für die Namensgebung liegt in der Bezeichnung Mittelkamp in einer Flurkarte.

Mönckebergstraße

Der Hamburger Senat, unter dem Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg (1839-1908), beschloss nach der Choleraepidemie von 1892 die östliche Altstadt neu und großzugig zu gestalten. Hierzu wurden viele Gebäude abgerissen. Die Mönckebergstraße wurde im Volksmund daher lange „Durchbruch“ genannt. Den Namen Mönckebergstraße wurde ihr erst 1908 nach dem Tod von Johann Georg Mönckeberg verliehen. 

Mönkedamm

Der Mönkedamm war ein im 16. Jahrhundert angelegter Damm für die Mönche vom damaligen Maria-Magdalenen-Kloster.

Mörkenstraße

Diese Straße wurde schon um 1730 nach einem früheren kleinen Moor benannt. „Mörken“ ist die Diminutuvform von Moor.

Mohlenhofstraße

Bis 1899 war es die Altstädter Fuhlentwiete. Die Namensänderung erfolgte 1899 nach dem Besitz der Schauenburger Grafen (Schauenburgerhof oder Mohlenhof).

Mühlenbrücke

Sie wurde 1844/45 nach einer Niedermühle benannt, die hier seit 1195 stand. Heute ist sie ein Teil vom Großen Burstahs.

N

Nedderfeld

Nedder (nedder = nieder) ist die Bezeichnung für ein etwas tiefer liegendes Gelände. Früher wurde das Gelände nach der Flurbezeichnung Nedderfelde benannt. 1934 wurde es in Nedderfeld umbenannt.

Neß

Der Name stammt aus 1266 nach einer Landzunge die sich am damals hier befindlichen ursprünglichen Hafen befand. Neß heißt übersetzt Nase.

Neue Burg

Es ist die älteste nachgewiesene Straße Hamburgs. Ihr Ursprung geht auf das Jahr 1164 zurück. Bis zum Bau der Ost-West-Straße (heute Willy-Brandt-Straße) verlief die Neue Burg im Halbkreis um die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai.

Neue Gröningerstraße

Die Benennung erfolgte in Anlehnung an die Gröningerstraße. Diese fiel beim Bau der Ost-West-Straße (heute Willy-Brandt-Straße) weg. Die Gröningerstraße wurde 1820 so benannt. Die Herkunft des Namens ist nicht genau geklärt. Sie könnte von den niederländischen Kaufleuten aus Gröningen abgeleitet worden sein, die sich hier ansiedelten oder von den zahlreichen Bäumen die hier standen. In diesem Fall kommt die Ableitung von dem niederdeutschem Wort „gröön“, welches soviel wie „grün“ bedeutet. Es könnte auch sein, dass hier damals Grünwaren zum Verkauf angeboten wurden.

Niedernstraße

Diese Straße wurde 1265 nach seiner Lage unterhalb des Geestabhangs benannt.

Nikolaibrücke

Sie wurde 1955 nach ihrer Bestimmung als Überführung über das Nikolaifleet benannt und ist heute ein Teil der Willy-Brandt-Straße.

Nikolaisperrwerk

Wann der Name vergeben wurde ist leider nicht mehr bekannt. Er wurde nach der Lage gewählt, an der Mündung des Nikolaifleets in den Binnenhafen.

O

Oberbaumbrücke

Den Namen erhielt die Oberbaumbrücke 1963 in Anlehnung an die am Baumwall befindliche Niederbaumbrücke, einem Durchlass, der die Elbe vom damaligen Hamburger Binnenhafen trennte. Sie überquert den Oberhafen.

Osterfeldstraße

Die Straße wurde 1891 nach einem östlich des Dorfes gelegenes Feld benannt.

Otto-Sill-Brücke

Sie verläuft parallel zur Binnenhafenbrücke über das Alsterfleet an dessen Einmündung zum Hamburger Binnenhafen. Sie wurde 1991 nach Otto Sill (1906-1984) benannt. Otto Sill war ein deutscher Bauingenieur und bekleidete von 1964 bis 1971 das Amt des Oberbaudirektors in Hamburg.

P

Palmaille

Im 17. Jahrhundert war ein Ballspiel sehr beliebt. Er handelte sich hierbei um eine Art Krocket, bei dem man mit Schlägern einen Ball durch kleine Tore schlagen oder an Bäume und Stäbe treiben musste. Das Spiel hieß ursprünglich Palle Maglio und kam aus dem italienischen (Palle – Ball und Maglio – hölzerner Schläger). Aus Palle Maglio wurde mit der Zeit im Volksmund Palmaille. 
Graf Otto V. von Schauenburg hatte hier die Ballspielplätze angelegt. Palmaille war besonders bei den Hamburgern sehr beliebt. Irgendwann war ihnen jedoch der Weg nach Altona zu weit und sie sich eigene Bahnen auf dem Jungfernstieg an. Das führte dazu, dass der Jungfernstieg auch zeitweilig mal Palmaille hieß. Altona verkaufte seine Bahnen an Seilmacher und Reeper, die sich zwischen Hamburg und Altona angesiedelt hatten.
Die Straße bekam 1638 ihren Namen.

Pelzerstraße

Diese Straße von 1266 wurde nach den dort ansässigen Kürschnern benannt.

Pepermölenbek

1948 wurde diese Straße nach dem dort längst versiegten Grenzbach benannt. Dieser floss zwischen Holstein und Hamburg. Der genaue Standort der Mühle ist historisch nicht genau bekannt. Es soll eine Pulvermühle gewesen sein. Diese hat sich aus Sicherheitsgründen hier am Stadtrand befunden.

Petkumstraße

Diese Straße wurde 1899 nach Simon von Petkum benannt. Er förderte die Gründung eines Waisenhauses. Das Waisenhaus wurde 1604 eröffnet und Simon von Petkum war dort einer der ersten Vorsteher. Er starb im Jahr 1620.

Plan

Der Plan wurde 1843 nach dem niederländischen Wort „Plein“ für Platz benannt. Ursprünglich lag der Plan auf dem Areal des heutigen Rathausmarktes. Heute ist der Plan eine kurze Verbindungsstraße zwischen dem Rathausmarktes und dem Jungfernstieg.

Poelchaukamp

Bis 1948 hieß er Langenkamp. 1948 wurde er nach Hermann Poelchau (1817-1912) umbenannt. Hermann Poelchau war Richter am Hanseatischen Oberlandesgericht.

Pumpen

Die Straße hieß von 1527 bis 1899 „Bei den Pumpen“ nach der Lage an drei Wasserpumpen.

Q

Quarree

1938 wurde diese Straße nach ihrer Form, einem Karre um eine Schule verlaufend, benannt. 

Querstraße

Als Verbindungsstraße zwischen der Silbersackstraße und dem Hans-Albers-Platz wurde sie zwischen 1815 und 1832 so benannt. 

R

Raboisen

Den Namen bekam diese Stra0e schon 1591. Wonach die Straße benannt wurde ist heute unklar. Hier gab es früher einen Turm in der Stadtmauer. Eventuell hieß der Bewohner im Turm Raboise. Es könnte aber auch sein das der Turm selbst Raboisen oder Rabotyen hieß. Eine weitere Möglichkeit der Namensherleitung bezieht sich auf Raben, die in der nahegelegenen Abdeckerei nach Essbaren suchten.

Rathausmarkt

Er wurde 1843 nach der Lage vor dem Rathaus benannt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er zwischen 1933 und 1945 umbenannt. In diesen Jahren hieß er Adolf-Hitler-Platz.

Rathausschleuse

Sie erhielt ihren Namen 1974 nach seiner Lage neben dem Rathaus. Die Schleuse trennt das Alsterfleet von der Kleinen Alster. Die Kleine Alster ist das kurze Verbindungsstück zur Binnenalster.

Rathausstraße

Die Straße wurde 1843 so benannt, weil diese zum Rathaus führte. Da es mittlerweile eine Einbahnstraße ist, führt diese heute vom Rathaus weg.

Reeperbahn

Der Name setzt sich aus 2 Begriffen zusammen: Reep und Bahn. Reep ist die seemännische Bezeichnung für Tau oder Seil. Um diese herzustellen, wurden lange Bänder aus Hanf miteinander verdreht. Dadurch wurden die Bänder immer etwas dicker. Dafür gab es lange Bahnen, in denen die Bänder gespannt wurden. Ein Ende dieser Bahn ließ sich drehen. Umso dicker die Bänder wurden, umso mehr Kraft musste dazu aufgewendet werden. Die Bezeichnung der Berufe waren Seiler und Reepschläger. Es wurden immer mehr Bänder mit anderen Bänder zusammengedreht, bis schließlich ein dickes Seil bzw. Reep daraus wurde. 

Reesendamm

Die Herkunft des Namens der 1852 so benannten Straße ist ungeklärt. Wahrscheinlich stammt er von einem dort ansässigen Müller Reese. Ursprünglich war es der Name des Jungfernstiegs. Heute trägt die Straße, die parallel zur Kleinen Alster verläuft, diesen Namen.

Reesendammbrücke

Die 1852 so benannten Brücke ist ein Teil des Jungfernstiegs.

Reimersbrücke

Sie überquert heute als Fußgängerbrücke das Nikolaifleet. Sie wurde 1279 vermutlich nach dem Grundbesitzer Reimer oder Reimers benannt.

Reimerstwiete

Den Namen bekam diese Straße 1331 (siehe auch Reimersbrücke). In der Reimerstwiete stehen einige alte Fachwerkhäuser, die noch aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen.

Rodigallee

Den Namen bekam diese Allee 1947. Sie wurde nach Erich Wasa Rodig (1869-1940) benannt. Er war von 1913 bis 1931 der Oberbürgermeister von Wandsbek und später auch Ehrenbürger der Stadt.

Rödingsmarkt

Das Gebiet am damals äußersten westlichen Stadtrand der Stadt wurde erst im 13. Jahrhundert besiedelt. Der Namensteil „Röding“ stammt vermutlich von einem dortigen Besitzer, der wahrscheinlich „Rodiger“ oder ähnlich hieß. Der Namensteil „Markt“ geht vielleicht auf das Word Mark oder Feldmark zurück, welches auf die ursprüngliche Randlage der Straße hindeutet, denn ein offizieller Markt wurde dort nie abgehalten. Obwohl Warenumschlag und Handel fand im mittelalterlichen Hamburg fast überall statt.
Im Jahr 1251 wurde der Rödingsmarkt als Rodigesmarke oder Rodermarke erwähnt. Sein heutiger Name ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt.

Rolandsbrücke

Diese Brücke bekam ihren Namen 1342 nach einem dort aufgestellten Rolandsbild und überquerte bis in die 1870er Jahre das Bäckerstraßenfleet. Heute ist es nur noch ein kurzer Straßenzug und keine Brücke mehr. 

Rondeel

1866 wurde die Straße nach ihrem Verlauf benannt.

Rosenstraße

Den Namen bekam diese Straße 1326. Vermutlich ist der Name ironisch durch den Volksmund entstanden. In dieser Gegend befand sich eine Abdeckerei und ein Elendsfriedhof.

Rothenbaumchaussee

Zu Zeiten der Stadtbefestigung lag am Ausgangspunkt der Chaussee nach Eppendorf ein vorgelagerter Wachposten. An diesem Wachposten soll es einen roten Schlagbaum gegeben haben. Ungewöhnlich ist die zusammengeschriebene Schreibweise. Der Name der Straße ist schon seit Ende des 18. Jahrhundert geläufig. 1858 bekam den Namen dann offiziell verliehen.

Rutschbahn

Wie auch schon das Schulterblatt, war der Namensgeber dieser Straße ein Wirtshaus. Dieses Wirtshaus hatte zur Belustigung eine große Rutsche im Garten. Das Wirtshaus hieß auch „Zur Rutsche“. Diesen Namen hatte man dann 1874 einfach übernommen, als die Straße ihren Namen bekam.

S

Saarlandstraße

Anlässlich der Heimkehr des Saarlandes in das Deutsche Reich bekam 1935 die Straße ihren Namen.

Schaartorbrücke

Diese Brücke überquert das Alsterfleet und ist ein Teil der Straße Beim Alten Waisenhause. Ihren Namen bekam sie 1871 nach dem dort gelegenen Schaartor. Schaar bedeutet hohes Ufer.

Schaartorschleuse

Sie wurde 1967 nach seiner Lage am Schaartor benannt.

Schäferkampsallee

Sie wurde 1858 nach der 1560 angelegten Schäferei des Klosters Harvestehude benannt. Diese Schäferei wurde 1875 ein Pachthof, der an den Staat abgetreten wurde.

Schauenburgerstraße

Die Straße wurde 1843 nach dem Adelsgeschlecht der Schauenburger Grafen benannt.

Schinkelstraße

Die Straße wurde 1907 nach dem Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) benannt.

Schlankreye

Sie bekam 1907 offiziell ihren Namen. Sie wurde von den Isebekweiden übernommen, die damals zum Kloster St. Johannis gehörten. „Reihe“ war damals die Bezeichnung für eine einseitig bebaute Straße. Der Name kann jedoch auch von „Reie“ oder „Rey“ abgeleitet worden sein, was soviel wie kleiner Wasserlauf bedeutet.

Schleusenbrücke

Sie bekam 1843 ihren Namen und führt beim Rathausmarkt über die Schleuse zwischen dem Alsterfleet und der Kleinen Alster.

Schmiedestraße

1391 wurde diese Straße erstmals als Smedestrate erwähnt. Sie wurde nach den dort ansässigen Schmieden benannt.

Schopenstehl

Die Straße wurde 1352 so benannt. Die Herkunft des Namens ist nicht genau geklärt.  Eventuell stammt der Name vom Braugewerbe und wurde von der Schöpfkelle eines Brauers abgeleitet. Der Name kann aber auch von dem Wort „Schöffe“ abgeleitet worden sein, denn in der Nähe befand sich auch das Rathaus mit seiner Gerichtsbarkeit. Das Schöffentum wurde bereits im 8. Jahrhundert eingeführt. Eine weitere Möglichkeit der Namensableitung geht in eine ähnliche Richtung. Hier geht man von dem Wort „Scope“ aus, welches soviel wie Pfahl oder Pranger bedeutet. Damit könnte also auch ein Schandpfahl gemeint sein, der hier vielleicht mal stand.

Schulterblatt

Der Name stammt tatsächlich von einem Schulterblatt ab. Es gab vor weit über 200 Jahren ein Wirtshaus, in dem viele Walfänger einkehrten. Einige von ihnen brachten die Knochen des Schulterblattes eines Wal mit. Der Wirt hängte dieses Schulterblatt über den Tresen unter die Decke. Da es damals noch keine Straßennamen gab, sagte man „ich gehe heute zum Schulterblatt“. Jeder der es kannte, wusste dann sofort, er geht einen saufen. Da das Schulterblatt nun ein bekannter Ortsbegriff war, wurde später die Straße so benannt, als die Straßennamen vergeben wurden.

Schulweg

Diese Straße wurde 1864 nach einer hier gelegenen Eimsbütteler Schule benannt. Diese lag an der Ecke Schulweg/Osterstraße und war die älteste Schule von Eimsbüttel. Sie wurde bereits 1693 gebaut und bis 1882 wurde hier unterrichtet. 1887 wurde sie abgerissen, da sie für die nachrückenden Jahrgängen viel zu klein geworden war. Es war eine kleine Strohdachkate, die von dem Syndikus Wolder Schele (1649-1700) als private Armenschule gestiftet und auch unterhaltet wurde.

Schwanenwik

Diese Straße wurde 1872 nach dem Lieblingsaufenthaltsplatz der Alsterschwäne benannt. „Wik“ bedeutet Bucht oder auch Ufer,

Sechslingspforte

Eine private Aktiengesellschaft legte 1852 von der Lohmühle einen Fußweg an der Alster entlang an. Der Weg nach Uhlenhorst führte damals über das Berliner Tor und Kuhmühle. Mit dem neuen Fußweg sollte die Strecke verkürzt werden. Für die Nutzung des Fußweges mussten die Nutzer jeweils einen Sechsling als Gebühr zahlen. Nach 17 Jahren wurde diese Einrichtung 1869 wieder abgeschafft. Die Straße bekam 1884 ihren Namen zur Erinnerung an diesen besonderen Wegezoll.

Seilerstraße

Diese Straße wurde 1886 so benannt und geht von der Reeperbahn ab. In dieser Straße wohnten damals die Seiler. Eine Berufsgruppe, die damals in den Reeperbahnen Seile herstellten.

Semperstraße

Diese Straße wurde 1907 nach dem Architekten Gottfried Semper (1803-1879) benannt.

Sengelmannstraße

1899 wurde diese Straße nach dem evangelischen Pastor Heinrich Matthias Sengelmann (1821-1889) benannt. Sengelmann war auch Gründer der Alsterdorfer Anstalten.

Sierichstraße

Adolph Sierich (1826-1889) war Grundeigentümer der Flächen in Winterhude. Nach ihm wurde 1863 die Straße benannt.

Silbersackstraße

Um 1700 wurde diese Straße nach dem früheren Grundeigentümer „Silbersack“ benannt. Er kaufte hier 1697 einen kleinen Platz.

Slamatjenbrücke

Diese Brücke bekam ihren heutigen Namen 1960. Sie wurde aber bereits schon im 17. Jahrhundert erwähnt. Es ist ein Ort, an dem wahrscheinlich der Prostitution nachgegangen wurde. Slam bedeutet unsauber und Matjen bedeutet Mädchen.

Speersort

Die Namensherkunft des 1472 so benannten Ortes ist nicht zweifelsfrei geklärt. Er kann von einem Flurnamen kommen oder nach einem Grundeigentümer namens Ditmer Speer kommen.

Spitalerstraße

1190 wurde zum ersten mal das Hospital St. Georg erwähnt. Die Straße bekam ihren Namen 1268. Das Hospital lag weit außerhalb der Stadt, um zu vermeiden das die Kranken eine Epidemie auslösen können. Ursprünglich wurde das Hospital errichtet um Leprakranke zu behandeln. Hamburg wurde in seiner Geschichte aber auch mehrmals von Cholera, Pest und Pocken befallen. An diesen Seuchen starben oftmals ein sehr großer Teil der Hamburger Bevölkerung. Die Spitalerstraße wurde nach dem Weg benannt, der zum Hospital (Spital) führte.

Springeltwiete

Diese Straße wurde 1392 benannt. Anfangs hieß sie Sprinkentwiete oder Springentwiete und wurde nach dem Grundbesitzer Johann Sprink benannt.

St. Pauli Fischmarkt

Graf von Schauenburg richtete 1664 den Fischmarkt an der Elbe ein. Den heutigen Namen bekam die Straße 1926.

St. Pauli Hafenstraße

Es war die Zugangsstraße zwischen St. Pauli und dem Niederhafen und bekam ihren heutigen Namen 1948.

Stadtbahnstraße

1950 bekam diese Straße ihren Namen. Es war die Straße, die zur Stadtbahn (S-Bahn) nach Poppenbüttel führte.

Steckelhörn

Der Name geht auf 1316 zurück, wobei die Herkunft des Namens nicht eindeutig geklärt ist. Er könnte von den mittelniederdeutschen Wörtern Horn, welches eine Ecke bedeutet und dem Wort stekel, welches spitz oder steil bedeutet abgeleitet worden sein. Die Straße könnte also einmal einen scharfen Verlauf oder spitze Ecke gehabt haben. In Finkenwerden ist Steckeln aber auch die Bezeichnung für die Diesteln. Es könnte also auch ein Ort gewesen sein, der mit Diesteln bewachsen war.

Steinstraße

Diese Straße war die erste in Hamburg gepflasterte Straße. Sie war der Beginn der markierten alten Landstraße nach Lübeck und wurde schon im 13. Jahrhundert (1273) gepflastert. 

Steintorwall

Diese Straße war ein Teil des Stadtwalls und wurde 1858 nach seiner Lage am ehemaligen Steintor benannt.

Steintwiete

Die Steintwiete wurde 1273 wahrscheinlich nach der Art seiner Bepflasterung benannt.

Steintwietenhof

Er folgt dem Verlauf des zugeschütteten Deichstraßenfleets und wurde 1963 in die Anlehnung an die benachbarte Steintwiete benannt.

T

Talstraße

1849 wurde diese Straße nach dem ehemals wasserreichen Tal der Pepermöhlenbek, die mittlerweile versiegt ist, benannt. 

Tarpenbekstraße

Die Straße wurde 1888 nach dem in der nähe fließenden Alsterzufluss Tarpenbek benannt. Die Tapenbek ist ein kleiner Bach, der seinen Ursprung in Norderstedt hat und über den Eppendorfer Mühlenteich in die Alster fließt.

Trostbrücke

Sie wurde 1266 benannt und war lange Zeit der Mittelpunkt Hamburgs mit Rathaus, Börse und Hafen. Den Namen bekam sie nach einem Anwohner der Trost hieß.

U

Unnastraße

Die Unnastraße wurde 1948 nach Professor Dr. Paul Gerson Unna (1850-1929) benannt. Unna war ein bedeutender Dermatologe und Tüftler. Zusammen mit seinem wissenschaftlichen Freund, dem Apotheker Beiersdorf entwickelte er verschiedene Salben und Pflaster zur besseren Wundheilung. Als Beiersdorf starb, setzte Unna seine Forschung und Zusammenarbeit mit dem Nachfolger von Beiersdorf fort. Mit Dr. Troplowitz optimierte er die Pflaster und sie entwickelten viele neue Varianten.

V

Valentinskamp

Er wurde im 17. Jahrhundert nach dem berühmten Chirurgen Valentin Russwurm benannt. Es war der Grundbesitzer und er hatte einen Garten hier angelegt.

W

Waitzstraße

Diese Straße wurde 1950 nach dem schleswig-holsteinischen Politiker Prof. Dr. Georg Waitz (1813-1866) benannt. Er war ab 1848 Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung.

Wallringtunnel

Dieser Tunnel wurde 1966 erbaut. Er verläuft unterhalb des Klosterwalls, des Steintorwalls und des Glockengießerwalls

Wandrahmsteg

Er überquert den Zollkanal und wurde 1962 nach den vom 14. bis zum 18. Jahrhundert dort ansässigen Tuch- und Wandmacher benannt.

Willy-Brandt-Straße

Es ist ein Teil der 1963 eröffneten Ost-West-Straße, der 2005 nach dem SPD-Politiker Willy Brandt (1913-1992) umbenannt wurde. Willy Brandt war von 1969 bis 1974 Bundeskanzler. 

Wölberstieg

Dieser Fußweg neben der St. Nikolai-Kirche wurde 1991 nach dem evangelischem Theologe Hans-Otto Wölber (1913-1989) benannt. Wölber war von 1956 bis 1976 als Hauptpastor in der St. Nikolai-Kirche tätig und er Hamburger Landesbischof.

X

Es gibt in Hamburg keinen Straßennamen, der mit einem X beginnt.

Y

Yorkstraße

Diese Straße wurde vor 1951 nach dem Graf Ludwig York von Wartenburg (1759-1830) benannt. 

Z

Zippelhaus

Von 1581 bis 1899 hieß die Straße „Bei dem Zippelhaus“. Es wurde nach den dort liegenden Lagerräumen für Gemüse aus Bardowick. Dort wurden besonders Zwiebeln gelagert. Die Zwiebel heißt in niederdeutsch Zippel.

Zollenbrücke

Mitte des 14. Jahrhundert wurde diese Brücke nach dem dort befindlichen Zollhaus der Schauenburger Grafen benannt. Sie überquerte das 1946 zugeschüttete Gröningerstraßenfleet.